Verfasser: Veronika Koch.

Ehrenkonzert am 18.07.2019

Ehrenkonzert am 18.07.2019

Stimmgabeln und Mozartkugeln

Am Donnerstagabend wurden Musikschüler für ihre Leistungen geehrt

Vilsbiburg. Zusätzliche Theoriestunden, tägliches Üben, und zur Belohnung gibt es eine kleine Stimmgabel und Mozartkugeln. Das haben acht junge Instrumentalisten der Musikschule Vilsbiburg freiwillig auf sich genommen. Die Ehrung fand am Donnerstagabend, 18.Juli 2019, bei einem kleinen Konzertabend im Saal der Musikschule statt.

 

An sieben D1- und einen D2-Absolventen wurden Stimmgabeln verliehen. Fünf Schüler erhielten den Kompetenznachweis Musik(KNW). Amelie Brauner, Helena Brauner, Corentin Chamousset, Susanne Grünäugl, Natascha Postruznik, Ina-Marie Schwab und Anna Zehentbauer haben die D1-Musikprüfung erfolgreich abgelegt und erhielten eine bronzene Stimmgabel. Die Jüngste unter ihnen ist gerade einmal in der 4.Klasse. Raffael Härtl (Schlagzeug) erhielt eine silberne Stimmgabel für das Bestehen des D2-Test und bekam außerdem eine Urkunde für den Kompetenznachweis Musik überreicht, genauso wie Eva Albersdörfer, Franziska Praller, Felix Steer (alle Saxophon) und Felix Speil (Schlagzeug).

 

Bisher war die Ehrung der Prüflinge immer Teil des Sommerkonzerts der Musikschule, aber die besonderen Leistungen, die noch dazu freiwillig erbracht wurden, sollten mehr Bedeutung bekommen, sagt Sebastian Bortolotti. Im Laufe des Abends stellten die erfolgreichen Schüler ihr Können erneut unter Beweis. Mit Trompete, Klavier, Klarinette, Marimbaphon, Saxophon und Gitarre spielten sie Lieder von Komponisten wie Haydn, Szokolay und Hoffmann.

 

„Eine sinnvolle, das Leben bereichernde Tätigkeit“

 

Für die D1,D2, und D3_Prüfung, die aufeinander aufbauen, sind zusätzliche Theoriestunden nötig, da nicht nur das Vorspiel vor einer Jury erforderlich ist – die Schüler müssen darüber hinaus ihr Wissen rund um die Musik beweisen.

 

Der Kompetenznachweis, die höchste Auszeichnung, die eine Musikschule vergeben kann, erfodert keine spezielle Prüfung. Der Kandidat, der von einem Lehrer vorgeschlagen wird, muss aber verschiedene Kriterien erfüllen: Neben mindestens sechs Jahren kontinuierlichem Instrumental- oder Gesangsunterricht muss er mindestens vier Jahre in einem Ensemble spielen und besondere musikalische Leistungen zeigen, beispielsweise bei Wettbewerben. Der KNW würdigt die Schlüsselkompetenzen, die sich bei Musikschülern nachweislich herausbilden. Dazu gehören beispielsweise Selbstbewusstsein, Einfühlungsvermögen, Lern- und Ausdrucksfähigkeit, Teamgeist und Fantasie.

 

Sowohl die D1, D2 und D3-Prüfung, als auch der KNW sind staatlich anerkannt und können einer Bewerbung beigelegt werden. Somit ziehen die Schüler auch persönlich einen praktischen Nutzen aus ihren Mühen.

 

Da die Musikschule laut zweitem Bürgermeister Johann Sarcher, eine „unverzichtbare öffentliche Bildungseinrichtung“ ist, rechtfertigt das seiner Meinung nach die 220000 Euro, die die Stadt jährlich für die Schule aufbringen muss. 14 Lehrer unterrichten etwa 600 Schüler und mehr als 40 Konzerte und Vorspielabende werden über das Jahr veranstaltet. Für die Schüler ist Musik ein fester Bestandteil ihres Lebens. „Aus Spaß an der Sache“, wie Franziska Praller (Saxophonschülerin) sagt, nimmt sich manch einer dann auch die Zeit sich auf die anspruchsvollen Prüfungen vorzubereiten.

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