Ein Abend voller Nostalgie und Erinnerungen

Unter dem stimmungsvollen Titel „Spiel mir eine alte Melodie“ lud am vergangenen Freitag der Damenchor „Evergreens“ der städtischen Musikschule Vilsbiburg zu einem besonderen Konzertabend ein, der sich ganz den unvergesslichen Klängen vergangener Jahrzehnte widmete. In der bis auf den letzten Platz gefüllten Aula der Mittelschule wurde schnell deutlich, dass...

Evergreens

Unter dem stimmungsvollen Titel „Spiel mir eine alte Melodie“ lud am vergangenen Freitag der Damenchor „Evergreens“ der städtischen Musikschule Vilsbiburg zu einem besonderen Konzertabend ein, der sich ganz den unvergesslichen Klängen vergangener Jahrzehnte widmete.

In der bis auf den letzten Platz gefüllten Aula der Mittelschule wurde schnell deutlich, dass dieses Konzert für viele Besucher weit mehr als nur ein musikalisches Ereignis war – es war eine Reise in die Welt der Erinnerungen, Gefühle und zeitlosen Melodien.

Seit nunmehr 16 Jahren besteht der Chor und ist ein fester Bestandteil des breiten Angebots der städtischen Musikschule. Unter der engagierten und feinfühligen Leitung von Gabi Jäckle-Mayr haben sich die „Evergreens“ kontinuierlich weiterentwickelt und zählen aktuell 52 Sängerinnen. Was diesen Chor auszeichnet, ist nicht nur die beachtliche Größe, sondern vor allem die spürbare Freude am gemeinsamen Singen. Mit großer Hingabe und authentischer Begeisterung widmen sich die Sängerinnen insbesondere dem deutschen Schlager der 50er und 60er Jahre – einem Genre, das an diesem Abend in all seinen Facetten zum Leben erweckt wurde.

Bereits mit den ersten Tönen sprang der Funke auf das Publikum über. Klassiker wie „Himmelblaue Serenade“ entfalteten eine sanfte, fast träumerische Atmosphäre, während Titel wie „Über sieben Brücken musst du gehen“ und „Ich liebe das Leben“ mit kraftvoller Emotionalität interpretiert wurden. Auch Lieder wie „Monsieur Dupont“ sorgten für heitere Momente und ein spürbares Schmunzeln im Publikum.

Ein besonderer Höhepunkt des Abends war das Lied „Das alte Haus von Rocky Docky“. Dieses Stück hat für den Chor eine ganz eigene Bedeutung, denn es war das allererste Lied, das die Sängerinnen vor 16 Jahren gemeinsam einstudierten. Moderiert wurde das Konzert von Brigitte Eichner, die mit viel Charme und Witz durch das Programm führte.

Musikalisch bereichert wurde der Chor durch ein hervorragend harmonierendes Instrumentaltrio: Emma Eibelsgruber (Saxophon), Andrea Soller (Kontrabass) und Schlagzeuglehrer Roland Gallner sorgten für rhythmische Akzente und klangliche Tiefe. Ihr Zusammenspiel brachte zusätzlichen Schwung in das Programm und verlieh den bekannten Melodien eine frische, lebendige Note.

Neben der musikalischen Qualität spielte auch der soziale Aspekt des Abends eine bedeutende Rolle. Das Konzert wurde als Benefizveranstaltung organisiert, und die gesammelten Spenden kommen einem wohltätigen Zweck zugute.

Zufriedene Gesichter, bewegte Reaktionen und vor allem langanhaltender Applaus waren der verdiente Lohn für die intensiven Probenarbeit und das große Engagement aller Beteiligten. Viele Besucher verließen die Aula mit einem Lächeln – und vielleicht auch mit der einen oder anderen Melodie im Ohr, die noch lange nachklang.