Zwischen Konzert und Begegnung

Mit einem eindrucksvollen Doppelereignis hat die Städtische Musikschule Vilsbiburg am vergangenen Wochenende eindrucksvoll unter Beweis gestellt, welche zentrale Rolle sie im kulturellen Leben der Stadt spielt. Sowohl das große Klassikkonzert am Freitagabend als auch der Tag der offenen Tür am Samstag wurden zu vollen Erfolgen – getragen von musikalischer Qualität, engagierten Lehrkräften und begeisterten Besucherinnen und Besuchern. Bereits am Freitag, den 24. April 2026, füllte sich der städtische...

Klassikkonzert

Mit einem eindrucksvollen Doppelereignis hat die Städtische Musikschule Vilsbiburg am vergangenen Wochenende eindrucksvoll unter Beweis gestellt, welche zentrale Rolle sie im kulturellen Leben der Stadt spielt. Sowohl das große Klassikkonzert am Freitagabend als auch der Tag der offenen Tür am Samstag wurden zu vollen Erfolgen – getragen von musikalischer Qualität, engagierten Lehrkräften und begeisterten Besucherinnen und Besuchern.

 

Bereits am Freitag, den 24. April 2026, füllte sich der städtische Veranstaltungssaal bis auf den letzten Platz. Punkt 19 Uhr begann ein Konzert, das seinem Namen mehr als gerecht wurde: ein facettenreicher Streifzug durch die Welt der klassischen Musik, dargeboten von Schülerinnen und Schülern aller Altersstufen – und auf bemerkenswert hohem Niveau.

Den Auftakt gestaltete das Querflötenensemble „Flautissimo“ mit der gefühlvollen „Sicilienne“ von Fauré und schuf damit sofort eine Atmosphäre gespannter Aufmerksamkeit. Es folgten zahlreiche beeindruckende Solo- und Ensemblebeiträge: Die junge Gitarristin Alexandra Marasco. überzeugte mit Calatayuds „Walz“, während Sophia Geletej. am Klavier mit „Der Däumling“ von Szokolay fein nuancierte Klangbilder zeichnete. Saxophonist Jonathan Kuchler präsentierte die „Suite Romantique 2.Danseuses“ von Planel mit bemerkenswerter Ausdruckskraft, und das Streichensemble begeisterte mit Gershwins schwungvollem „Oh, I can’t sit down“.

Auch bekannte Werke fanden ihren Platz im Programm: Klarinettistin Sofia Sadovschi interpretierte das „Te Deum“, während Violonistin Marie Pilz mit Vivaldis „Winter“ aus den „Vier Jahreszeiten“ für Gänsehautmomente sorgte. Weitere Höhepunkte waren unter anderem das virtuose Marimbaphonstück „Expedition“, das Duett „Rondo“ für zwei Flöten von Doppler sowie eindrucksvolle Klavierwerke von Mozart, Schubert und Chopin.

Besonders hervorzuheben ist die Vielfalt der Besetzung: Vom Gitarrenensemble „La sei corde“ über das Klarinettenquartett bis hin zum Erwachsenenensemble „Stringspalette“, das mit Borodins „Polowetzer Tänzen“ überzeugte, zeigte sich die gesamte Bandbreite der musikalischen Ausbildung. Einen der emotionalen Höhepunkte des Abends setzte Violonist David Groeger mit der „Meditation“ von Massenet. Mit großer Sensibilität und technischer Reife gelang es ihm, die lyrische Tiefes dieses Werkes eindrucksvoll zum Ausdruck zu bringen. Den glanzvollen Schlusspunkt setzte Louis Rundbuchner mit einer Interpretation des „Karneval von Venedig“ am Saxophon.

 

Am darauffolgenden Samstag, den 25. April, öffnete die Musikschule ihre Türen für alle Interessierten – und auch hier war der Andrang groß. Beim Tag der offenen Tür konnten Besucherinnen und Besucher Instrumente ausprobieren, sich individuell beraten lassen und das vielseitige Angebot der Musikschule kennenlernen. Zahlreiche kleine Darbietungen gaben Einblicke in die Arbeit der verschiedenen Fachbereiche und machten deutlich, wie lebendig und zugänglich Musik hier vermittelt wird.

Die Musikschule präsentierte sich als moderner, offener Lernort, an dem Menschen jeden Alters die Möglichkeit haben, ihre musikalischen Fähigkeiten zu entdecken und weiterzuentwickeln. Gerade in einer Zeit, in der kreative Bildung oft zu kurz kommt, wird die Bedeutung solcher Einrichtungen besonders deutlich: Musik fördert nicht nur Konzentration und Disziplin, sondern auch Kreativität, soziale Kompetenzen und Selbstbewusstsein.

Mit dem Start der Anmeldephase für das neue Schuljahr bietet sich nun die Gelegenheit, selbst Teil dieser lebendigen Gemeinschaft zu werden. Neu ist in diesem Jahr die Möglichkeit der Online-Anmeldung – ein weiterer Schritt hin zu mehr Zugänglichkeit und Service. Alle Informationen zu Angeboten, Gebühren und Unterricht sind auf der Homepage der Musikschule zu finden; zudem steht das Team auch telefonisch beratend zur Seite.

Dieses Wochenende hat eindrucksvoll gezeigt: Die Städtische Musikschule Vilsbiburg ist weit mehr als ein Ort des Unterrichts – sie ist ein kulturelles Herzstück der Stadt. Wer ein Instrument erlernt, gewinnt nicht nur musikalische Fähigkeiten, sondern auch ein Stück Lebensqualität.